Kunst-am-Bau-Wettbewerb Humboldt Forum Berlin: Erster Preis für Tim Trantenroth

Kunst-am-Bau-Wettbewerb Humboldt Forum Berlin: Erster Preis für Tim Trantenroth

Tim Trantenroth gewinnt den ersten Preis des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs des Humboldt Forums im Berliner Schloss für das Treppenhaus 5.

2020 soll das Humboldt Forum im wiederaufgebauten Berliner Schloss eröffnet werden. Bis dahin sollen auch die Kunst-am-Bau-Projekte fertiggestellt sein, die in den beiden großzügigen Treppenhäusern hinter den historischen Seitenportalen im Schlüterhof ihren Platz finden werden. Eines der beiden Treppenhäuser wird Tim Trantenroth, Professor im Fachgebiet Malerei/Grafik an der HBK Essen, künstlerisch gestalten.

Im Frühjahr 2017 wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ein offener, anonymer Wettbewerb ausgelobt, an dem sich insgesamt 222 Künstlerinnen und Künstler beteiligten. Die Wettbewerbsteilnehmer waren aufgefordert, sich in ihren Beiträgen mit der Geschichte des Ortes, seiner zukünftigen Nutzung oder mit der äußeren Erscheinung des Bauwerks auseinanderzusetzen. Bei den eingereichten Entwürfen für das Treppenhaus über dem Portal 5 fiel die Entscheidung des Preisgerichts einstimmig aus: Der erste Preis ging an den Entwurf mit der Nummer 1389, die Arbeit „ohne Titel“ von Tim Trantenroth.

Trantenroth wählte für seine Wandmalerei ein Motiv, das für die jüngere Geschichte des Ortes steht und im Bildgedächtnis vieler nach wie vor fest verankert ist: die Fassadenstruktur des Palastes der Republik. In der Begründung der Jury heißt es: „Changierend zwischen Rasterstruktur und überzeichneter Perspektive, lotet die Arbeit die Möglichkeiten der Wandmalerei aus und stellt die Frage nach Transparenz und deren Illusion. Großzügig spannt sich die Arbeit über die gesamte Portalwand. Sie ist dabei nicht aufdringlich, sondern zeigt eine interessante Nah- und Fernwirkung. Gemalte Flächen und Leerstellen verweben das Motiv mit der gesamten Wandfläche und erzeugen eine spannungsvolle Raumwirkung.“

Tim Trantenroth findet die Sujets seiner Arbeiten meist im urbanen Raum oder in der Architektur. Ausgehend von den formalen Strukturen entwickelt er malerische Kompositionen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, die zugleich auf zeitpolitisch bedingte Veränderungen des öffentlichen Raumes verweisen.

Für die Realisierung der preisgekrönten Arbeiten steht je Treppenhaus ein Betrag von 150.000 € zur Verfügung.