Symposium und Vortragsreihe „Rethink Painting“ | WS 2018/19 - WS 2019/20

Das Projekt „Rethink Painting“ führte unterschiedliche Positionen aus der aktuellen Malereidebatte zusammen und ging ihren zentralen Fragestellungen nach: Lässt sich tatsächlich eine Spezifik von Malerei definieren, die der erweiterten Praxis in all ihren Facetten gerecht wird? Welche Bedeutung hat Malerei heute im Verhältnis zu anderen Kunstformen und Bildmedien? Und welche Veränderungen in der Beziehung von Malerei und technischem Bild lassen sich als Folge der Digitalisierung identifizieren?

Symposium und Vortragsreihe sind ein Gemeinschaftsprojekt des Fachgebiets Malerei/Grafik (Nicola Staeglich) und des Instituts für Kunstwissenschaft (Sabine Bartelsheim) der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen. Eine Publikation ist in Planung.

Symposium:
„Rethink Painting – Diskurse zur Malerei am Beginn des 21. Jahrhunderts“ (27. Juni 2018)

Vorträge:
Sabine Bartelsheim: „Einführung Rethink Painting“
Erich Franz: „Bilder ohne Körper. Drei Absolventen der Kunstakademie Münster aus Asien: Chao-Kang Chung (Taipeh), Sumi Kim (Seoul), Qiwei Zhang (Shanghai)“
Ulrich Loock: „Malerei, ein differenzielles Medium“
Nina Gerlach: „Malerei und das Malerische im (post-) digitalen Zeitalter – Datenvisualisierung vom Suprematismus bis zum Big-Data-Mapping“

Statements mit anschließender Podiumsdiskussion:
Nicola Staeglich
Ludwig Seyfarth
Stephan P. Schneider
Stephan Berg
Martin Dammann

Vortragsreihe:
Mit der Vortragsreihe setzte die HBK Essen die mit dem Symposium "Rethink Painting" angestoßene Diskussion fort.

WiSe 2019/20
Vortrag: Juriaan Benschop: „The Brush paints“
Aus der Perspektive des Autors wie des Kurators ging Benschop der Frage nach, wie man in einer Zeit immenser stilistischer Vielfalt durch die Malerei navigieren kann.

SoSe 2019
Vorträge:
Jörg Heiser: „Pasta mit Mayonnaise - die Malerei und ihr Fortschrittsdilemma“
Hans-Jürgen Hafner: „Wie sieht ‚Malerei‘ aus?“

Jörg Heisers Vortrag fokussierte die These, dass Forderungen nach medienspezifischer Reinheit letztlich in Bewegungslosigkeit und Stillstand münden und entsprechende Theorien immer wieder Gefahr laufen, Malerei nur über ein sich Wiederholendes zu definieren.

Hans-Jürgen Hafner widmete sich dem Phänomen ‚Malereiausstellung’, bei der oft nicht die Kunstwerke selbst zur Debatte stehen, sondern nur die behauptete Virulenz der Malerei illustriert werden soll.

WiSe 2018/19
Vorträge:
Johannes Meinhardt: „Zwischen Skylla und Charybdis. Zu den sowohl irreduziblen als auch unausweichlichen Aporien der Medienspezifität der Malerei“
Ludwig Seyfarth: „Vielschichtige Oberflächen. Warum gemalte Bilder immer noch aktuell sind“

Johannes Meinhardt befasste sich mit den Problemen, aber auch mit der weitgehenden Unvermeidbarkeit von essentialistischen Versuchen der Definition von Malerei.

Der Vortrag von Ludwig Seyfarth beschäftigte sich mit Malerei als „vielschichtigen Oberflächen“ und ging der Frage nach, warum „gemalte Bilder immer noch aktuell“ sind.