M.F.A.
Kunst und Kooperation

Kooperation ist in allen Bereichen der Gesellschaft zu einem wichtigen Faktor für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen geworden. Die Fähigkeit, die eigene Kunst in Beziehung zu anderen Disziplinen, Praxisfeldern und Personengruppen zu denken und zu realisieren, ist zunehmend Bestandteil aktueller Kunstpraxis. Der Masterstudiengang „Kunst und Kooperation“ bereitet auf diese Situation im Wandel vor.

M.F.A.
Kunst und Kooperation

Kooperation ist in allen Bereichen der Gesellschaft zu einem wichtigen Faktor für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen geworden. Die Fähigkeit, die eigene Kunst in Beziehung zu anderen Disziplinen, Praxisfeldern und Personengruppen zu denken und zu realisieren, ist zunehmend Bestandteil aktueller Kunstpraxis. Der Masterstudiengang „Kunst und Kooperation“ bereitet auf diese Situation im Wandel vor.

Aufnahme
Sommersemester (April) oder Wintersemester (Oktober)
Voraussetzungen
Hochschulabschluss im künstlerisch-gestalterischen Bereich (Bachelor oder vergleichbarer Abschluss)
ZULASSUNGSPRÜFUNG
künstlerische Bewerbungsmappe und Kooperationskonzept
Abschluss
Master of Fine Arts (M.F.A.)
Dauer
3 oder 4 Semester
CREDIT POINTS
90 oder 120

Das Studium

Der Masterstudiengang „Kunst und Kooperation“ ist ein projektorientierter, disziplinübergreifender Studiengang und vermittelt differenzierte praxisbezogene Kenntnisse mit dem Ziel, das künstlerische Profil in Auseinandersetzung mit einem/r Kooperationspartner*in zu schärfen und die Studierenden zu aktiven Gestalter*innen in einem zunehmend vernetzten Kunstfeld auszubilden. Die Absolvent*innen entwickeln eine gereifte, eigenständige künstlerische Position und verfügen zugleich über profunde Kenntnisse in verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und können diese in inter- und multidisziplinären Kontexten anwenden.

Basis des Studiengangs ist die individuelle künstlerische Arbeit, die die Auswahl des Kooperationspartners wie auch Inhalt und Form der Kooperation maßgeblich bestimmt. Die Studierenden entwickeln und vertiefen ihre individuelle künstlerische Arbeit in der Auseinandersetzung mit verschiedenen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen, technischen und künstlerisch-gestalterischen Kontexten (s. Projektbereiche).

Darüber hinaus vermittelt das Studium anwendungsbezogene Kompetenzen im Bereich der Organisation, Kommunikation und Vermittlung der Projekte sowie der räumlichen Präsentation von künstlerischen Werken. Ebenso werden praktische Kompetenzen in der künstlerischen Ausgestaltung und Durchführung von Projekten sowie technische Fertigkeiten vertieft.

Projektbereiche

Kooperationen können in fünf Projektbereichen angesiedelt werden, die unterschiedliche Wissensgebiete und Praxisfelder umfassen und jeweils andere Möglichkeiten der Ausgestaltung von Kooperationen bieten. Die Projektbereiche dienen als Orientierung für die Konzeption von Kooperationen und für die Zusammenstellung des individuellen Stundenplans.

Technische Entwicklungen verändern künstlerische Konzeptionen, individuelle künstlerische Vorstellungen verlangen nach neuen technischen Möglichkeiten. Um konkrete Ideen zu realisieren, treten Künstler*innen daher vermehrt in einen produktiven Austausch mit Praktikern aus verschiedenen Zweigen von Handwerk und Technik, in den Ideen, Kenntnisse und Erfahrungen beider Seiten einfließen. Kooperationen mit Forschungsinstituten sind ebenso denkbar wie mit spezifischen Produktionsfirmen.

Mögliche Kooperationsfelder sind: Farbtechnik, Foto-Technik, Filmtechnik, Materialbearbeitungstechniken, VR/AR-Umgebungen, 3D-Technik, Programmierung.

Kooperationen zwischen Kunst und Wissenschaft haben vor dem Hintergrund neuerer Entwicklungen in beiden Zweigen (z.B. Bildgebende Verfahren in den Naturwissenschaften, die Adaption wissenschaftlicher Verfahren in der Kunst) an Bedeutung gewonnen. Kunst als andere Form der Wissensgenerierung tritt verstärkt als Kooperationspartnerin von Wissenschaft in Erscheinung, die ihrerseits neue künstlerische Ausdrucksformen und Präsentationsmodelle inspiriert. Kooperationen können z.B. im Bereich der Geistes-, Geschichts-, oder Naturwissenschaften möglich sein.

Mögliche Kooperationsfelder sind: Fachgebiete an Hochschulen, private Forschungsinstitute und Labore, kulturhistorische und naturkundliche Museen und Sammlungen.

In den Künsten können Kooperationen auf eine lange und vielfältige Tradition der Zusammenarbeit zurückgreifen: von den mittelalterlichen Kathedralen bis zum modernen Gesamtkunstwerk, vom Künstlerbuch bis zum Bühnenbild. Die allgemeine Tendenz zur Grenzüberschreitung in den Künsten und die Medienentwicklung haben darüber hinaus neue Möglichkeiten der Kooperation entstehen lassen. Inhalt des Projektbereichs ist auch die Kooperation von bildenden Künstler*innen untereinander.

Mögliche Kooperationsfelder sind: Alle Disziplinen in Design und Bildender Kunst; Tanz, Theater, Architektur, Film, Literatur, Musik, Handwerk.

Kooperationen mit gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen (z.B. Jugendliche, Schüler*innen) sind meist direkter als andere Formen der Kooperation auf die soziale Praxis ausgerichtet. Partizipative Kunstformen ermöglichen hier eine Form der Beteiligung und die Vermittlung von Erfahrungswissen, das in gesellschaftliche Zusammenhänge zurückwirken kann. Wie in den anderen Projektbereichen, ist aber auch hier die Gestaltung der Kooperationsprojekte prinzipiell offen und abhängig von der individuellen künstlerischen Haltung der Künstler*innen.

Mögliche Kooperationsfelder sind: Regionale und überregionale Organisationen in den Bereichen Bildung, Religion, Inklusion, Umweltschutz, Migration, Sozialarbeit, Stadtplanung, europäische und internationale Zusammenarbeit; regionale Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kinder-/Altenheime, Obdachlosenheime, Hospize, Gefängnisse, Krankenhäuser, Polizeiämter.

Kunst-Unternehmens-Kooperationen sind für die Wirtschaft von besonderem Interesse, da sich „Kreativität“ zu einem Leitbild unternehmerischen Handelns entwickelt hat. Kooperationen in diesem Feld sind nicht selten von Ambivalenz geprägt, die durch eine Fülle von praktischen Möglichkeiten einerseits und oftmals divergierende Wertvorstellungen und Erwartungshaltungen andererseits entsteht.

Mögliche Kooperationsfelder sind: Architekturgestaltung, Kreative Arbeitsprozesse, strukturelle-, inhaltliche und technische Zusammenarbeit mit dem Unternehmen oder einzelnen Mitarbeiter*innen.

Studienübersicht

Die Module und Lehrbereiche im Masterstudiengang „Kunst und Kooperation“ bieten Freiraum für individuelle Schwerpunktsetzung im Bereich der verschiedenen Lehrbereiche und Lehrangebote an der HBK Essen.

Im Modul Kooperation/Werkentwicklung werden die Grundlagen für das Kooperationsprojekt und dessen Umsetzung gelegt und die individuelle künstlerische Werkentwicklung in Auseinandersetzung mit dem/der Kooperationspartner*in kritisch begleitet. Die Studierenden erwerben ein Grundverständnis für die künstlerischen Möglichkeiten wie auch für die methodischen und praktischen Herausforderungen von Kooperationen und sind in der Lage, ausgehend von dem eigenen künstlerischen Ansatz kooperative Projekte zu entwickeln und aktiv mitzugestalten.

Das Modul Projekt-Orientierung vermittelt den Studierenden übergreifende und spezifische praxisbezogene Kompetenzen, die die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung der künstlerischen Arbeit und der Kooperationsprojekte unterstützen. Die Lehrveranstaltungen in diesem Bereich können aus allen Lehrbereichen der HBK Essen gewählt werden, um jeweils spezifische Ideen, Probleme und Lösungen auf künstlerischem, technischem und wissenschaftlichem Niveau zu entwickeln und zu diskutieren. Ergänzt werden kann das Vor-Ort-Studium durch Praktika und externe Workshops, die die Studierenden in die Lage versetzen, ihre Kreativität und ihr analytisches und methodisches Wissen und Können in einer Vielzahl von Arbeitszusammenhängen einzubringen und anzuwenden.

Die Studierenden erwerben ein grundlegendes Wissen zur Theorie und Geschichte von kooperativen Praktiken in der Kunst und werden vertraut mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Konzeption von Kooperationsprojekten. Anhand von philosophisch-theoretischen Positionen und Beispielen aus der Praxis lernen sie die Differenzen und Möglichkeiten unterschiedlicher Modelle der Zusammenarbeit einzuschätzen und können das eigene Kooperationsprojekt vor diesem Hintergrund kritisch reflektieren.

Darüber hinaus erwerben sie ein differenziertes Verständnis der Bezüge von Kunst zu anderen Disziplinen und gesellschaftlichen Praxisfeldern generell und können spezifische Kooperationen im interdisziplinären Zusammenhang einordnen.

Mit der Präsentation des M.F.A.-Projekts weisen die Studierenden die Weiterentwicklung und Differenzierung der eigenen künstlerischen Position vor dem Hintergrund der im Rahmen der Kooperation gewonnenen Kompetenzen und Erfahrungen nach. Sie dokumentieren ihre erworbenen Kompetenzen in Werkerstellung und Reflexion, welche sie auch verschriftlicht darlegen. Sie erstellen eine auf ihr Werk orientierte Ausstellungskonzeption und verorten ihre Arbeit im Kontext der zeitgenössischen Kunst und Kunstgeschichte.

Bewerbung

Der Masterstudiengang „Kunst & Kooperation“ ist ein konsekutiver Studiengang und richtet sich an Hochschulabsolventen im künstlerisch-gestalterischen Bereich. Die Qualifikation für das Studium wird durch das Zeugnis eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses im künstlerisch-gestalterischen Bereich oder eines äquivalenten Hochschulabschlusses nachgewiesen. Darüber hinaus ist die Zulassung zum Studium abhängig vom Nachweis der künstlerischen Eignung und der Darstellung des Kooperationsprojektes. Die künstlerische Eignung und die Darstellung des Kooperationsprojektes werden in einem eigenen Feststellungsverfahren geprüft.

Um den Masterstudiengang in einer Regelstudienzeit von drei Semestern zu absolvieren, muss ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss im künstlerisch-gestalterischen Bereich mit mindestens 210 Credit Points gemäß ECTS oder ein äquivalenter Hochschulabschluss nachgewiesen werden.

Falls Ihr Hochschulabschluss nur 180 Credit Points vorweist, müssen Sie die fehlenden 30 ECTS Punkte nachholen. Die Regelstudienzeit verlängert sich von 3 auf 4 Semester. In dem zusätzlichen Semester belegen Sie, je nach angestrebtem künstlerischem Schwerpunkt, zusätzliche Kurse im Masterstudiengang sowie Kurse in den Lehrbereichen Kunstwissenschaft, Professionalisierung, Methoden und Projekte oder Werkstatt und Labore in den Bachelor-Studiengängen Malerei/Grafik (B.F.A.), Fotografie/Medienkunst (B.F.A.) und Bildhauerei (B.F.A.). Sie werden von Anfang an in den Masterstudiengang Kunst & Kooperation (M.F.A.) immatrikuliert.

STEP 1
Mit der Einreichung Ihrer formalen Bewerbungsunterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Bachelor-Urkunde, bzw. Diplom oder vergleichbarer Hochschulabschluss) über unser Onlineformular erledigen Sie den ersten Schritt des Bewerbungsverfahrens. Nach Prüfung Ihrer Unterlagen werden Sie von unserer Studienberatung kontaktiert. In einem telefonischen Vorgespräch zum Feststellungsverfahren werden grundlegende Fragen geklärt. In diesem beraten wir Sie auch gerne zu der Wahl Ihrer Spezialisierung im Masterstudiengang.

STEP 2
Entscheidend für die Zulassung zum Masterstudiengang ist der Nachweis der künstlerischen Eignung und die Darstellung eines Kooperationsvorhabens (in Stichworten, max. 1.500 Zeichen). Nach dem telefonischen Vorgespräch reichen Sie bitte Ihr Portfolio sowie das Konzeptpapier per E-Mail ein: studienberatung@hbk-essen.de. Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen werden anschließend von unseren Professor*innen geprüft. Sie erhalten innerhalb von 14 Tagen eine Rückmeldung zu Ihrem Studienplatz.

Eine Bewerbung ist an der HBK Essen jederzeit möglich. Um sich rechtzeitig einen Studienplatz zu sichern, empfehlen wir eine möglichst frühzeitige Bewerbung vor Studienstart. Der Masterstudiengang Kunst & Kooperation startet zweimal pro Jahr (Sommer- und Wintersemester).

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Studiengebühren

Die HBK Essen finanziert sich überwiegend aus Studiengebühren. Die finanziellen Mittel werden ökonomisch sinnvoll und nachhaltig für die Ziele eines sich stetig entwickelnden und modernen Kunst- und Designstudiums sowie zum Wohl der Studierenden verwendet.

Preise gültig bis 30.09.2021

In der Regelstudienzeit beträgt die Studiengebühr 550,00 EUR im Monat. Außerhalb der Regelstudienzeit sind es 200,00 EUR pro Monat.

Die Hochschule gewährt der*dem Studierenden ein Skonto in Höhe von 5% bei Zahlung der Studiengebühr für die gesamte Regelstudienzeit. Die Studiengebühr beträgt dann für die Regelstudienzeit von drei Semestern 9.405,00 EUR (Ersparnis: 495,00 EUR) und für die Regelstudienzeit von vier Semestern 12.540,00 EUR (Ersparnis: 660,00 EUR). Die Studiengebühr ist am 01.04. oder 01.10. zu Beginn des Studiums fällig.

In der Regelstudienzeit beträgt die Studiengebühr 4.500,00 EUR im Semester. Außerhalb der Regelstudienzeit sind es 2.000,00 EUR pro Semester. Die Studiengebühr ist für ein Semester im Voraus zu zahlen und ist am ersten Werktag (01.04. bzw. 01.10.) des jeweiligen Semesters fällig.

Die Hochschule gewährt der*dem Studierenden ein Skonto in Höhe von 5% bei Zahlung der Studiengebühr für die gesamte Regelstudienzeit. Die Studiengebühr beträgt dann für die Regelstudienzeit von drei Semestern 12.825,00 EUR (Ersparnis: 675,00 EUR) und für die Regelstudienzeit von vier Semestern 17.100,00 EUR (Ersparnis: 900,00 EUR). Die Studiengebühr ist am 01.04. oder 01.10. zu Beginn des Studiums fällig.

Hinzu kommen die Immatrikulationsgebühr in Höhe von einmalig 200,00 EUR (entfällt für Bachelor Absolvent*innen der HBK Essen) und die Gebühr für die Abschlussprüfung in Höhe von einmalig 300,00 EUR. Die Kosten des Semestertickets belaufen sich auf ca. 200,00 EUR pro Semester.

Eine Förderung nach BAföG und Studienkredite sind möglich. Die HBK Essen nimmt darüber hinaus am Deutschlandstipendium teil und informiert über andere Stipendien.

Weitere Informationen zu Stipendien und Wettbewerben finden Sie hier.

Studienberatung

Bei Fragen zu den Studieninhalten, zur Bewerbung, Berufsperspektiven oder zu den Themen BAföG, Stipendien für Bewerber*innen und Förderungsmöglichkeiten stehen wir Ihnen gerne telefonisch, über What's App oder in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Kontakt Studienberatung
studienberatung@hbk-essen.de
Tel.: 0201 - 95 98 98 08
What's App: 0175 - 92 49 068

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